Public Art/ Kunst im öffentlichen Raum:
Public Art, oder zu Deutsch auch Kunst im öffentlichen Raum ist ein Begriff
für
unterschiedlichste, vielfältige und dynamische Kunst, die in der Öffentlichkeit
(“im
öffentlichen Raum” ) zu finden ist. Man findet diese Form der öffentlichen Kunst
zum
Beispiel in Parks, auf Straßen und auf öffentlichen Plätzen.
Die Geschichte dieser Kunst reicht schon über hundert Jahre zurück.
Am Anfang der Kunst im öffentlichen Raum standen unumstritten Brunnenwerke
sowie die Reiterstandbilder. Häufig zieren diese Reiter schon seit mehr als
hundert
Jahren,in ihrer Herrschermanier auf ihren Sockeln unsere Städte.
In den fünfziger Jahren etablierten sich unter anderem dann auch Plastiken in
den
Städten. Eine sehr bekannte Künstlerin aus dem Bereich Kunst im öffentlichen
Raum ist Niki de Saint Phalle (1930-2002 ). Die Aufstellung der Nanas am
hannoverschen Leineufer 1974 zählen zu den in Deutschland wohl bekanntesten
Werken dieser außergewöhnlichen Künstlerin. Obwohl die Aufstellung der Nanas zu
Anfang sehr umstritten war sind sie schnell zu Wahrzeichen Hannovers avanciert
und sind mittlerweile nicht mehr aus der Stadt Hannover weg zu denken.
Ein sehr moderner Zweig der Kunst im öffentlichen Raum ist unter anderem
Streetart, dieser Begriff umfasst sämtliche Werke aus dem vielseitigen Bereich
visueller Kunst im öffentlichen Raum und umfasst sowohl offizielle, als auch
inoffizielle Formen dieser Kunst. Ein Beispiel für Streetart in seiner
offiziellen Form
ist die Verhüllung des Reichstags in Berlin 1995, der inoffizielle Teil reicht
vom
Stickern am Stromkasten (Stickerkunst ) bis hin zum Graffiti an den Mauern und
Fassaden der Städte.
Aktuell scheint das Interesse an Kunst an oder auf bestehenden Materialien doch
zurück zu gehen, das Interesse dauerhafte Veränderungen zu hinterlassen lässt
nach, vielmehr wird die Stadt im gesamten genutzt, feste Installationen weichen
der
temporal begrenzten Kunst.
Kunstwerke im öffentlichen Raum werden sowohl von staatlichen Stellen als auch
von privaten Museen, Galerien, Unternehmen oder Fördervereinen finanziert.
Häufig
stellen Künstler ihre Kunstwerke auch kostenlos zur Verfügung.
verschiedene Zweige der Kunst im öffentlichen Raum.
Skulpturen:
Bei Skulpturen handelt es sich um statische Kunstwerke die bereits seit
Jahrhunderten, aus verschiedenen Materialien z.B. aus Stein, geschaffen werden.
In
der modernen Kunst gibt es bereits auch Skulpturen, die sich bewegen
beziehungsweise bewegt werden können. Diese bezeichnet man als kinetische
Skulpturen.
Mittlerweile verfügt der deutschsprachigen Raum auch über zahlreiche
Skulpturenwege oder auch Kunstwanderwege. Hierbei handelt es sich um Spazier/-
oder Wanderwege an denen sich viele, speziell an diesen Ort angepasste,
Skulpturen befinden.
Der Gedanke hinter der Anlage der verschiedenen Skulpturenwege ist es
Kunstwerke und Landschaft zu verbinden und zu einem ästhetischen
Gesamtkunstwerk werden zu lassen.
Plastiken
Im Gegensatz zu Skulpturen, bei denen das gesamte Kunstwerk aus den Materialien
etwa herausgehauen wird, werden Plastiken modelliert bzw. Unter Verwendung
additiver Herstellungsverfahren gefertigt.
Man unterscheidet zwischen freistehenden Plastiken und Wandplastiken.
Sehr klassische Materialien sind hierbei vorwiegend Ton ,Porzellan oder Wachs.
Ein
moderner Werkstoff zu Herstellung von Plastiken ist Plastilin. Dieses heute
häufig
verwendete Material kann wesentlich leichter verarbeitet werden als die
klassichen
Materialien. Plastilin muss im Unterschied zu Keramik oder Ton, während der
Verarbeitung weder feucht gehalten, noch hinterher gebrannt werden.
Desweiteren werden Plastiken auch aus verschiedenen Metallen, Kunststoffen
(vorwiegend Polyester und Epoxidharze) oder aus Beton gefertigt.
Sehr bekannte Plastiken in Deutschland sind unter anderem die Nanas von Niki de
Saint Phalle in Hannover.
Kreiselkunst oder Kunst im Kreisverkehr
Die Idee hinter der Kreiselkunst steht , in einem Kreisverkehr nicht mehr
einfach nur
ein Verkehrsschild aufzustellen, welches ausschließlich den Verkehr regelt nein,
es
bedeutet eine kunstvolle und individuelle Gestaltung des Kreisels.
Die Kunst im Kreisverkehr hat sich seit in den 1990er Jahren als weiterer, sehr
beliebter, Zweig der Kunst im öffentlichen Raum entwickelt.
Kreiselkunstwerke stellen neben der üblichen Bepflanzung auf diesen für
Fahrzeuge
und Fußgänger nicht zugänglichen Bereichen eine alternative Gestaltungsvariante
dar.
Seit in den neunziger Jahren die Anzahl der Kreisverkehr in Deutschland stetig
steigt, findet man dementsprechend auch immer mehr der künstlerisch gestalteten
Kreisel. Die Möglichkeiten bei der Gestaltung reichen von der Aufstellung von
Skulpturen und Plastiken bis hin zu Lichtobjekten.
Ein wichtiger Aspekt, den es von den Kreiselkünstlern bei der Gestaltung ihrer
Kunstwerke zu beachten gilt, ist es die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Diese
darf keinesfalls zum Beispiel durch Sichteinschränkungen gefährdet sein.
Streetart
Streetartkünstler bedienen sich verschiedenster Möglichkeiten, ihre Kunst dar zu
stellen. Oft werden Wände bemalt oder beklebt, aber auch Laternen oder
Stromkästen, werden von “Streetkünstlern” gestaltet. Auch die Installation
verschiedener neu gestalteter Objekte wie Leinwände, Skulpturen oder Plastiken
an
andere bereits vorhandene öffentliche Kunstwerke , die hierbei in einen neuen
Kontext gestellt werden, zählen zur Straßenkunst.
Obwohl es durchaus einige legale Formen von Streetart gibt, sind viele Werke
auch
illegal angebracht, z.B. viele Graffitis. Vielen Künstlern ist es daher sehr
daran
gelegen anonym zu bleiben.
Heute wird Streetart auch ganz bewusst von Unternehmen als Werbemittel genutzt
um modernen Produkten ein junges, modernes Image zu verleihen. Weit verbreitet
ist hierbei die Anbringung und Verteilung von Werbeaufklebern. Diese Form von
Streetart stößt in der “Kunstszene” haufig auf Widerstand, da Streetart
ursprünglich
auch als “Kampfansage” gegen die Konsumgesellschaft gesehen wird.